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Warum wir uns selbst im Weg stehen – und wie wir beginnen können, uns zu verändern

  • Theresa Lechner, BSc
  • 1. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Menschen kennen dieses Gefühl:Man weiß eigentlich, was gut wäre – und tut trotzdem etwas anderes.

  • Man möchte Grenzen setzen – und sagt doch wieder Ja.

  • Man möchte sich verändern – und bleibt im Alten.

  • Man möchte mutig sein – und zieht sich zurück.

    Es fühlt sich oft an, als würde man sich selbst im Weg stehen.

Doch warum ist das so?


Innere Muster statt bewusster Entscheidungen

Unser Verhalten ist selten zufällig.Vieles läuft automatisch ab – geprägt durch Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben.

Diese Erfahrungen formen:

  • unsere Erwartungen

  • unsere Reaktionen

  • unser Selbstbild

Mit der Zeit entstehen innere Muster, die uns Orientierung geben.

Auch dann, wenn sie uns heute eigentlich einschränken.


Warum wir an Bekanntem festhalten

Ein wichtiger Punkt:Das Vertraute fühlt sich oft sicherer an als das Neue.

Selbst wenn:

  • es uns belastet

  • es uns unglücklich macht

  • es uns zurückhält

Unser System bevorzugt oft das Bekannte, weil es vorhersehbar ist.


Das Unsichtbare: unser inneres Erleben

Was häufig übersehen wird:Nicht nur unser Verhalten ist entscheidend – sondern das, was wir innerlich erleben.

  • Welche Gefühle tauchen auf?

  • Welche Gedanken begleiten uns?

  • Wie erleben wir uns selbst in diesen Momenten?

Wenn dieser Zugang eingeschränkt ist,bleiben wir eher in alten Mustern.

Wir reagieren, statt bewusst zu handeln.


Typische Situationen, in denen wir uns selbst blockieren

  • Wir zweifeln an uns, obwohl wir kompetent sind

  • Wir vermeiden Entscheidungen aus Angst vor Fehlern

  • Wir passen uns an, um Konflikte zu vermeiden

  • Wir setzen uns selbst unter Druck

Dahinter stehen oft unbewusste innere Prozesse, nicht mangelnde Disziplin.


Warum Veränderung nicht einfach „funktioniert“

Viele versuchen Veränderung über Willenskraft:

„Ich muss mich einfach mehr zusammenreißen“

Doch das greift oft zu kurz.

Denn:Veränderung entsteht nicht nur über Denken,sondern über Erleben und Verstehen.


Was wirklich hilft

1. Muster erkennen

Der erste Schritt ist, sich bewusst zu werden:

„Was mache ich immer wieder?“ „In welchen Situationen passiert das?“

2. Inneres Erleben wahrnehmen

Nicht nur was du tust ist wichtig – sondern wie es sich anfühlt.

Gefühle, Körpersignale und Gedanken ernst nehmen

3. Sich selbst verstehen statt verurteilen

Viele reagieren mit Selbstkritik:

„Warum bin ich so?“

Hilfreicher ist: „Was steckt dahinter?“

4. Neue Erfahrungen ermöglichen

Veränderung passiert, wenn wir:

  • neue Wege ausprobieren

  • neue Erfahrungen machen

  • uns selbst anders erleben


Ein wichtiger Perspektivwechsel

Du stehst dir nicht „absichtlich“ im Weg. Du folgst inneren Mustern, die einmal sinnvoll waren.

Und genau deshalb können sie auch verändert werden.


Fazit

Sich selbst im Weg zu stehen bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt“.Es bedeutet, dass es innere Prozesse gibt, die gesehen und verstanden werden wollen.

Echte Veränderung beginnt dort, wo wir:

  • uns selbst besser verstehen

  • Zugang zu unserem inneren Erleben entwickeln

  • und neue Handlungsmöglichkeiten entdecken


Wenn du dich darin wiedererkennst

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.

Psychotherapie kann dabei unterstützen:

  • innere Muster zu erkennen

  • deren Ursprung zu verstehen

  • und Schritt für Schritt neue Wege zu entwickeln

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